Du fühlst was du denkst – Wege mit Gefühlen umzugehen

Wie kannst du mit deinen Gefühlen umgehen? 

Jeder geht anders mit seinen Gefühlen um: Manche gehen einen Runde rennen, wenn sie wütend sind.
Andere hören oder machen Musik, wenn sie traurig sind, ziehen sich zurück oder nehmen Genussmittel zu sich, um sich zu besänftigen und den emotionalen Stress zu kompensieren.
Das mag auch kurzfristig helfen, doch viele dieser Gewohnheiten sind auf Dauer auch nicht gesund.
Ich möchte gerne heute mit dir zusammen, den Gefühlen auf den Grund gehen und dir zeigen, wie du sie beeinflussen und ihnen vorbeugen kannst.

Wie Gefühle entstehen

Vor Kurzem ist mir wieder einmal die Erkenntnis bestätigt worden, die sich schon vor einiger Zeit bei mir eingeschlichen hatte.
Dazu will ich dir eine Situation schildern.
Ich war gerade in der Stadt unterwegs ein paar Erledigungen machen. Als ich nun wieder nach Hause fahren wollte, konnte meine Fahrkarte nicht finden.
Der Busfahrer ließ mich netterweise trotzdem mitfahren. Im Bus suchte ich also alle Taschen durch, leerte meinen halben Rucksack auf dem Sitz aus und fand alles Mögliche nur nicht meine Fahrkarte alias Studentenausweis. „Gut“, stellte ich fest. Ich hatte ihn also wirklich verloren. „Was jetzt?“.
Ich erkundigte mich also erst einmal, ob er schon in den Läden gefunden worden war. Aber Fehlanzeige.
Bis zu diesem Zeitpunkt, wo ich fokussiert darauf war, eine Lösung zu finden, war ich noch relativ ruhig und gelassen.
Bis dann aber meine lieben, kleinen Gedanken in meinem Kopf anfingen Party zu machen:
„Warum bin ich überhaupt losgefahren?! Jetzt habe ich meine Fahrkarte verloren! Und das Semester hat doch gerade erst begonnen! Nur weil ich so intelligent war, den Ausweis in meine verschlusslose Jackentasche zu packen!! Mal wieder typisch ich! Und jetzt muss ich auch noch Geld dafür ausgeben, einen neuen zu beantragen, warten, wo ich doch gerade gar keine Zeit dafür habe. Toll gemacht.“ und so weiter und so fort.
Und dann wurde ich richtig ärgerlich auf mich selbst und diese Situation, die ja nun wirklich mal passieren kann und keineswegs Grund für einen Weltuntergang ist.
Aber meine Gedanken hat das wenig interessiert, sie feuerten weiter irgendwelche Anschuldigungen auf mich ab, die das Ganze auch nicht besser machten.

Du fühlst, was du denkst

Wie Gefühle also nun entstehen? Vielleicht hast du es jetzt beim Lesen auch schon bemerkt.
In dem Moment, wo meine Gedanken mir also diese wundervollen Komplimente machten, wurde meine Stimmung erheblich negativ beeinflusst
Sprich: Es gibt immer eine Situation, die eine bestimmte Meinung oder einen bestimmten Gedanken in dir hervorrufen. Diese wiederum bestimmen dann, wie du dich fühlst.
Du fühlst also, was du denkst.

Weil mir so etwas häufiger passiert (nicht das Verlieren von Fahrkarten, sondern das Ärgern über Kleinigkeiten) habe ich mich zuhause dann hingesetzt und recherchiert. Dabei bin ich in meiner Vermutung bestätigt worden:

Auch in der Psychologie ist davon die Rede, dass unsere Gefühle auf die Art und Weise entstehen, wie wir eine Situation bewerten.
Wenn wir also negative Gedanken zu einer Situation oder auch zu uns selbst oder anderen haben, rufen diese auch negative Gefühle hervor.
Dabei entsteht ein fortlaufender Kreislauf aus Situation – Gedanke – Gefühl – Gedanke -Gefühl usw.
Was dann natürlich auch körperliche und psychische Auswirkungen auf uns hat. Und uns noch schlechter gehen lässt.
Wenn wir dem nicht ein Ende setzen. Was uns sehr gut möglich ist.

Wie kann ich meine Gefühle beeinflussen?

Der Knackpunkt hierbei sind also unsere Gedanken beziehungsweise die Meinung, die wir uns über eine bestimmte Situation bilden.
Wenn wir im Umkehrschluss nun unsere Perspektive, unsere SICHTWEISE auf die Dinge ändern, dann können wir auch unsere Gefühle dazu ändern.
Denn positive Gedanken rufen auch positive oder zumindest „neutrale“ Gefühle her
Um das Ganze ein bisschen zu veranschaulichen hier noch ein kleines Beispiel:
Die Situation ist folgende: Du bist dabei ein Geschenk für deine Freundin zu kaufen, was sie sich sehr gewünscht hat und  stehst nun schon lange an der Schlange.
Als du an der Reihe bist, sagt dir die Dame, dass leider alle Artikel ausverkauft sind.

Wenn du jetzt sowas denkst wie: „Was soll denn das? Jetzt habe ich so lange umsonst angestanden?! Können die nicht genug liefern, dass das passt?! Das kann doch nicht wahr sein! Und der Geburtstag ist bald!! Na super!!Das wäre DAS Geschenk gewesen!!!Irgendwas muss ja immer kommen“, dann wirst du echt ärgerlich.
Traurigkeit und Enttäuschung würde dich überkommen, wenn du Gedanken hast wie: „Och man…sie hat es sich doch so sehr gewünscht. Und ich wollte ihr unbedingt diese Freude bereiten…jetzt wird sie bestimmt total enttäuscht sein.“

Du kannst aber stattessen sagen: „Ok gut, ich habe es nicht mehr bekommen, was gibt es für Alternativen?“ und dich nicht wie verrückt auf DIESES eine Geschenk versteifen.
Vielleicht kannst du ihr etwas Persönliches, wie ein Fotoalbum oder eine Gemeinsame Aktivität schenken, worüber sie sich dann vielleicht ja noch mehr freut.

So hast du dann die Situation angenommen. Du hast dein Befinden durch positive Gedanken in gute Gefühle gewandelt und kannst entspannter und vor allem mit einem klareren Geist deinen weiteren Weg gehen. Du kannst überlegen, was jetzt noch möglich ist.
All das ist viel gesünder und auch effizienter, als wenn du dich zum Beispiel Ewigkeiten über die Dinge ärgerst,
die du vielleicht sowieso nicht mehr ändern kannst oder wo du gar nicht weißt, ob sie stimmen und dich somit immer weiter hineinschaukelst und dich mit deinen Gedanken festfährst.
Denn Fakt hierbei ist auch immer, dass unsere Gefühle unabhängig davon entstehen, ob unsere subjektiven Gedanken der Tatsache entsprechen oder nicht.

Ganz viel damit zu tun hat auch die selektive Wahrnehmung und der Wahrheitscheck der Gedanken durch die drei Siebe. Zwei Artikel und Videos von mir, die ich dir in diesem Zusammenhang auch wirklich nochmal ans Herz legen kann. Schau sie dir an!

Indem wir also unsere Sichtweisen auf die Situationen ändern, können wir auch unsere Gefühle verändern. Und wenn du das einmal verinnerlicht hast, wird dir das in Zukunft auf jeden Fall weiterhelfen und du wirst dich immer mehr darin trainieren. So wirst du entspannter und gelassener durch die Welt gehen und dir vielleicht nicht mehr alle Dinge so zu Herzen nehmen.

PS Und noch etwas möchte ich dir sagen. Die Situation annehmen heißt nicht gleich, dass du mit ihr einverstanden bist, wohl aber, dass du in friedvoller Energie MIT ihr arbeiten kannst. Und nicht gegen sie.
Was soll denn auch im Kampf gegen die Dinge entstehen?

Was immer auch passiert. Nimm es an, als hättest du es dir ausgesucht. Arbeite immer mit den Dingen, nicht gegen sie. (Eckart Tolle)


Autorin:
Vivien Baumgarten

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